Punk                          


Punkmusik gibt es seit Mitte der 70 Jahre. Sie entstand aus dem Rock. Das Wort Punk kommt aus dem Englischen und heißt Dreck, Schmutz. Die ersten Punkgruppen waren „The Sex Pistols“ und „The Clash“.


Entstehungshintergrund und Kennzeichen

In den 70 Jahren ging es den Dockarbeitern in Englands Hafenstädten sozial sehr schlecht. Aus Protest kleideten sie sich anders, in schrillen, grellen Farben, trugen Irokesenschnitt und alte, zerfetzte Kleidung. Dieses Outfit ist bis heute geblieben. Viele von diesen Arbeitern machten auch Musik und so entstand unter anderem die erste Punkgruppe „The Sex Pistols“.

Ebenfalls Kennzeichen von Punkern und Punkmusikern ist, neben der Kleidung, das Verursachen von Skandalen und provozierendes Verhalten.
· Die „Sex Pistols“ verursachten einen Skandal, indem sie an einem Feiertag, als die Queen mit ihrem Gefolge über die Towerbridge zog, unter der Brücke auf einem Boot ein Lied spielten, in dem sie die Queen beschimpften. Daraufhin wurden sie des Landes verwiesen.
· Die Band „Silverchair“ oder andere Punkbands zertrümmern bei Auftritten regelmäßig ihre Musikinstrumente.
· Kürzlich druckte die deutsche Punkband „Wizo“ ein T-Shirt, auf dem ein Schwein an ein Kreuz genagelt ist. Die Kirche schrie auf, Jesus werde mit einem Schwein gleichgesetzt. Es gab einen großen Presserummel. Erstaunlicherweise prangerte nur die Kirche dieses T-Shirt an, nicht aber der Tierschutzverbund.



Musikalische Grundmerkmale

Ein Punklied basiert auf einer einfachen Tonfolge, die immer wieder im Verlauf des Liedes auftaucht (Riff). Sie wird meist von Gitarre oder Bass gespielt. Eine zweite Gitarre spielt darüber eine eingängige Melodie. Das Schlagzeug gibt die Grundgeschwindigkeit an und bildet zusammen mit dem Bass das Fundament des Stückes. Der Sänger hat die Aufgabe den Text, also die Botschaft des Liedes, dem Hörer ´rüber zu bringen. Den Liedtexten kommt im Punk große Bedeutung zu. Darin wird Sozialprotest und Gesellschaftskritik ausgedrückt und auf politische Missstände aufmerksam gemacht.

Punkmusik ist anders als sonstige moderne Musikstile, wie z.B. Pop oder Hip-Hop, da sie schneller und härter gespielt wird, unter anderem durch lautere Gitarren und insgesamt größere Lautstärke der Bands bei Liveauftritten. Sie wird auch dem Hörer aggressiver vermittelt; z.B. zerstören die Musiker bei Livekonzerten ihre Instrumente und Bühneneinrichtungen.

Stilrichtungen

Die Punkmusik hat sich im Laufe der Zeit verändert. Früher musste sie einfach nur laut sein, die Musik klang wild und auch ein wenig durcheinander. Heute wird viel mehr Wert auf Melodik gelegt, alle Instrumente sind mehr aufeinander abgestimmt, der Gesang ist harmonischer. Das führt aber zu Abstrichen bei der Härte und Wildheit der Musik. Während es früher in einer Punkband nur Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang gab, werden heute viele andere Instrumente mit eingesetzt, z.B. Saxophon, Keyboard und teilweise auch exotische Instrumente wie den Dudelsack.

Mittlerweile gibt es so viele verschiedene Punkstile, dass sie kaum noch zu überblicken sind. Die Hauptstile sind:

Punkrock: Typischer gerader Punk, ohne viele Schnörkel.
Street Punk: Härter und schneller als Punkrock.
Ska Punk: Die Gitarren spielen harmonische Melodien, häufig zusammen mit Bläsern dazwischen harte Gitarrenriffs als Refrain.
Softcore: Vielfältiger, melodischer Gesang.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Punkmusik, linken und rechten Punk. Der linke Punk mit seinen Protestmotiven war in den 70er Jahren die Hauptmusikart der Skinheads. Der rechte Punk entwickelte sich erst in den 80er und 90er zum bevorzugten Stil von rechten und nazistischen Bands.


Ausblick

Die Punkmusik wird immer mehr kommerzialisiert, d.h. sie wird auf den Hörer zugeschnitten. Die Musikstücke werden ruhiger und melodischer, die Texte sind einfacher zu verstehen und enthalten keinerlei Sozialkritik mehr. Dadurch verliert die Punkmusik jedoch ihren ursprünglichen Charakter, die Wildheit und den Protest. Viele Punkbands sind durch ihre Musik zu Millionären geworden, sie machen nun ihre Musik nur noch um Geld zu verdienen, sie kommt nicht mehr von Herzen. Da der Punk aber schon so verbreitet ist, wird er nicht mehr in der Versenkung verschwinden. Er wird irgendwann nichts mehr mit den Anfängen aus den 70er Jahren in England zu tun haben.

 

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